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RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN – SCHÜTZEN

Feuerwehr Glauchau ­ Feuerwehrhistorische Ausstellung

Geschrieben von Bernd Spatzier
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Von Traditionspflege wird im Feuerwehrverein Glauchau e.V. nicht nur gesprochen, sie wird mit Leben erfüllt!

So konnte vor dem 145 jährigen Jubiläum der FFW Glauchau am 1. Mai 2008 eine ständige Feuerwehrhistorische Ausstellung eröffnet werden. Das alte Feuerwehrdepot in der Glauchauer Schlachthofstraße 3 beherbergt seit dem die historische Technik und historische Dokumente nicht nur der FFW Glauchau.

Möglich war dies durch einige Sponsoren wie die:
- Stadtwerke Glauchau mbH
­- Stadtbau und Wohnungsverwaltung Glauchau GmbH
- Sparkasse Chemnitz
­- Fa. AppelGrips (Werbeagentur)
­- Fa. Union Beton
- inova-­Trade­
- Dachdeckermeister Starke
- Fa. Max Gehrt
­- Fa. Hugo Schwarzenberg Inh. Jens Schwarzenberg
­- Fa. Max Pressler
- Fa. Hellmich
­- Ford besico
- Fa. Esche
­- Fa. Wunderlich
 
und dem unermüdlichen Einsatz der Gruppe Historik der Glauchauer Feuerwehr, welche in über 800 Arbeitsstunden das alte Gerätehaus auf Vordermann brachte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Initiatoren der Ausstellung v.l. Kam. Matthias Irmer, Uwe Knepel, Heiko Knepel
 
Unter der Leitung von Kam. Matthias Irmer, Heiko und Uwe Knepel und vielen Helfern aus den einzelnen Zügen ist neues Leben in die alte Feuerwache eingezogen, welche von 1928 bis 2001 in Betrieb war.
 
Blick in die Feuerwehrhistorische Ausstellung des Feuerwehrvereins Glauchau e.V.
 
Prunkstück der Ausstellung ist die Drehleiter DL26 Magirus Deutz Baujahr 1938. Dieses Fahrzeug war bis 1982 im Einsatz! Seitdem wird es besonders von Kam. Matthias Irmer und von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe Historik gehegt und gepflegt. Zu historischen Umzügen alter Feuerwehrtechnik in der näheren Umgebung ist das imposante Fahrzeug noch in Aktion zu sehen.
 
Das Schmück der Ausstellung die Magirus Deutz DL 26 Bj. 1938 im Einsatz bis 1982!
 
Historische Handruckspritze aus dem Jahr 1752
 
Sie ist die älteste noch vorhandene Handruckspritze Mitteldeutschlands und die zweitälteste Deutschlands. Die Spritze war in Glauchau zur Brandbekämpfung im Einsatz. Sie wurde ebenfalls mit viel Liebe und viel Aufwand vom II. Löschzug restauriert und ist wieder funktionsfähig. Ab und an wird sie zu Feuerwehrfesten in der Umgebung in Aktion zu erleben sein. Aber nicht nur Technik ist im Feuerwehrmuseum vorzufinden. Alte Einsatztagebücher und viele Fotos lassen die
Geschichte der FFW Glauchau wieder lebendig werden.

Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle !
 
 
Besucher sind jederzeit gern willkommen, es wird aber darum gebeten unter 03763/76916 od. 03763/13140 od. 03763/179736 einen Termin zu vereinbaren. Eintritt wird keiner erhoben, jedoch wird eine kleine Spende gern entgegen genommen. Schließlich haben sich die Feuerwehrhistoriker des Glauchauer Feuerwehrvereins e.V. für die nächste Zeit noch viel vorgenommen. Die Ausstellung soll weiter wachsen und das alte Feuerwehrdepot ist sanierungsbedürftig.
 
Im Folgenden ein kleiner 'Virtueller Rundgang' durch die Ausstellung:
 
 
versch.Handkarren; Helme u. Beleuchtungstechnik
 
versch.Spezialanhänger, Feuermelder und Alarmempfänger vergangener Jahre
 
Dokumente aus der Feuerwehrgeschichte
 
die neueste Anschaffung B1000 Bj. 1968 Leihstellung der FFW Lobsdorf
 
die Magirus Deutz Bj. 1938
 
Detailansichten der Magirus die 'Schnauze' mit dem Magiruszeichen re. Leiterpark
 
Hitzeschutzanzug aus DDR-Zeiten + Krad MZTS; Typenschild eines amerikan. FeuerLöschers
 
zum Gedenken an verstorbene Kameraden der FFW Glauchau

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Die Leiter der Freiwilligen Feuerwehr von der Gründung bis zur Gegenwart

Geschrieben von Bernd Spatzier
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1863 - 1879 Advokat Golle
1879 - 1901 Druckereibesitzer
Bernhard Kuhn jr.
1901 - ca. 1/4 Jahr Färbereibesitzer Reumuth  
1901 - 1914 Färbereibesitzer und Stadtrat Bernhard Meyer  
1914 - 1928 Baumeister Reichenbach  
1928 - 1938 Schlossermeister Reinhard  
1938 - 1947 Rudolf Fichtner  
1947 - 1962 Brandinspektor Paul Eifert  
1963 - 1973 Brandinspektor Werner Schumann  
1973 - 1996 Brandinspektor Peter Kunze  
ab 1996 Brandinspektor Uwe Clemens  

 

Historische Einsätze

Geschrieben von Bernd Spatzier
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Zwar hatte sich die Brandgefahr durch die Verwendung nicht- bzw. schwerbrennbarer Stoffe im Bauwesen verringert, nicht aber die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr. Neben ihrer Hauptaufgabe, der Bekämpfung und Verhinderung von Bränden, gibt es noch eine Reihe anderer, ebenso wichtiger Aufgaben, die von den Kameraden gelöst werden müssen. Wann und wo immer eine plötzliche Notlage auftritt, die Feuerwehr ist jederzeit zur Hilfe bereit. Aus einer Statistik der Jahre 1919 - 1950 geht hervor, dass die Wehr insgesamt 1024mal zu Einsätzen gerufen wurde.

Neben den Brandeinsätzen waren es Einsätze
- zur Menschen- und Tierrettung
- zum Bergen von Sachwerten
- bei Hochwassergefahren
- zur Beseitigung von Unwetterschäden
- zum Fällen von Bäumen
- bei Havarien und vor allem
- bei Verkehrsunfällen

zu denen die Feuerwehr gebraucht wurde und wird. Dazu kommen noch zahlreiche Sicherheitswachen in den kulturellen Einrichtungen unserer Stadt.

Von jedem Kameraden wird verlangt, dass er zu allen Zeiten bereit ist, mit hohem persönlichen Einsatz und unter Opferung vieler Stunden Freizeit, diese Aufgaben zu lösen. Welch solides fachliches Wissen und Können die Feuerwehrmänner besitzen, beweisen die Einsätze der letzten Jahre.

So gaben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glauchau nicht nur bei Einsätzen in der Stadt ihr Bestes, sondern auch im gesamten Landkreis größere Brände waren:

1956             Brand im Glauchauer Damenmoden (später Quintettmoden)

16.3.1970      Lagerbrand Kammgarnspinnerei                                   

11.1.1973      Feuer im Bekleidungshaus Zieger                                

12.3.1978      Dachstuhlbrand Schloßplatz                              

17.1.1981      Brand Geflügelwirtschaft, Marienstraße (zur Bekämpfung waren 4 Freiwillige Feuerwehren und das Kommando "F" Zwickau eingesetzt. Minusgrade, Nebel und starker Wind behinderten die Löscharbeiten);

5.2.1982        Brand in der Garderobe der ehemaligen Lehrwerkstatt des VEB Spinnstoffwerk Glauchau                                   

29.12.1983    Brand der Nebengebäude der Firma A. Schaller

13.01.1992     Dachstuhlbrand Waldenburger-Str.

2001               Großbrand Peguform GmbH  (genauer Termin !!!! noch nachtragen !!!)

Nov.2004      Dachstuhlbrand Chemnitzer Platz

Als längster und entferntester Einsatz wird die Unterstützung der Feuerwehrkameraden von Weißwasser bei der Bekämpfung des verheerenden Waldbrandes im Mai/Juni 1992 in die Geschichte der Wehr eingehen. Hier war in der Zeit vom 26.05.92 - 06.06.92 eine TLF 16 Besatzung im 24-Stunden-Dienst mit insgesamt 52 Kameraden rund um die Uhr im Einsatz.

Alarmierungssysteme der Feuerwehr

Geschrieben von Bernd Spatzier
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Bis in unser Jahrhundert hinein waren es Türmer, die von Turm der St. Georgenkirche aus durch Schlagen der Sturmglocke zum Kampf gegen den roten Hahn riefen. In einem 1903 verfassten "Grundgesetz der freiwilligen Feuerwehr zu Glauchau" heißt es dazu unter dem Abschnitt Alarmsignale:

1 Glockenschlag = Feuer im 1. Löschbezirk (Oberstadt)
2 Glockenschläge = Feuer im 2. Löschbezirk (Mittelstadt)
3 Glockenschläge = Feuer im 3. Löschbezirk (Unterstadt)
4 Glockenschläge = Großfeuer

Auf dieses Zeichen hin hatten sich die Signalisten mit ihren Signalhörnern in Bewegung zu setzen, um die Feuerwehrmänner ihres Löschbezirks zu alarmieren.  Erst mit der Inbetriebnahme der elektrischen Melde- und Alarmiereinrichtung 1928 trat eine grundsätzliche Änderung des mittelalterlich anmutenden Alarmierungssystems ein.  Die Zentrale, in der die Feuermeldungen einliefen und von der die entsprechenden Züge alarmiert wurden, war im Rathaus eingebaut. Sie war Tag und Nacht besetzt.

Durch diese damals neuzeitliche Feuermeldeanlage verkürzten sich die Alarmierungs- und Ausrückezeiten beträchtlich. Die Zentrale wechselte 1951 ihren Standort in das Feuerwehrhaus, Schlachthofstraße, und von dort wurde sie 1959 in das damalige Volkspolizeikreisamt am Platz der Roten Armee (jetzt Scherbergplatz) verlegt. Das Schleifensystem wurde noch bis 1986 für den I. und II. Zug in Betrieb gehalten.

Um die Forderung nach voneinander unabhängigen Alarmierungssystemen zu erfüllen, wurden um 1960 innerhalb des Stadtgebietes zusätzlich Sirenen installiert, welche bis 1993 in Betrieb waren.

1981 wurde zur Alarmierung der Einsatzkräfte eine UKW- Funkalarmierung eingeführt, die 1987 sowie in den Folgejahren durch ein neues System mit verbesserten Empfangseigenschaften erneuert wurde und jetzt ausschließlich für die Alarmierung der Einsatzkräfte verwendet wird.

2005 wurde die Umstellung auf digitale Funkempfänger abgeschlossen.

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