Flotte der FFW Glauchau
Hier werden  Begriffe und Abkürzungen erklärt.  Wir bemühen uns den Inhalt der Seite ständig zu vervollständigen und sind für Anregungen sehr dankbar.  Sie können auch ihre Begriffserklärungen  an die Admins dieser Seite senden. Nach Prüfung werden diese dann hier veröffentlicht.




A:

Atemschutzgerät
                       
Gerät welches den Einsatzkräften am Einsatzort ein Umgebungsluft unabhängiges Arbeiten ermöglicht. Die Geräte schützen die Gesundheit der Kameraden vor Rauchgasen und anderen Giftstoffen in der Umgebungsluft.

Afff (A3F)
(engl.: aqueous film forming foam) Wasserfilm bildentes Schaummittel zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden.

Alarmierung
Zur Alarmierung der Einsatzkräfte durch die Leitstelle wird ein Funkgebundenes Alarmierungssystem eingesetzt. Bis vor kurzem wurde mit der analogen Funktechnik ein Mehrtonsignal an die FME (Funkmeldeempfänger, meist liebevoll Piepser genannt) gesendet und dadurch ein Alarmton ausgelöst.
Mittlerweile wurde die Alarmierung in unserem Bereich auf digital umgestellt.
An die Empfänger (ähnl. Pager) wird ein SMS-ähnliches Datenpaket gesendet. Dieses wertet der Empfänger aus und  löst den Alarm aus.

B:

BMA
Brandmeldeanlage. Sie dient zur automatischen Erkennung von Gefahrensituationen wie Brand
und Rauchentwicklung. Weiter gibt es die Möglichkeit durch optische Sensoren Feuer anhand des ausgesendeten Lichtes zu erkennen. Die Alarmierung zur Leitstelle erfolgt in den meisten Fällen automatisch, können aber auch manuell, per Knopfdruck ausgelöst werden.

Bergung
Als Bergung bezeichnet man das Sichern von Sachen. Also Dingen die materiellen Wert besitzen ( z.B. Möbel und Wertsachen bei einem Wohnungsbrand). Oftmals wird in den Medien Bergung und Rettung verwechselt. Überlebende eines Unglückes werden gerettet, nicht geborgen.

BOS Funk
BOS-Funk dient den Behörden, welche für die Erfüllung sicherheitsrelevanter Aufgaben zuständig sind, zur Kommunikation.  

Berufsfeuerwehr
Laut Brandschutzgesetz ist in Städten mit mehr als 100000 Einwohnern eine Berufsfeuerwehr (BF) einzurichten.

Brandklassen
Brandklasse A
Brände fester Stoffe unter Glutbildung brennen.
Beispiele: Papier, Holz, Kohle usw
Löschmittel: Wasser, Pulver, Schaum

Brandklasse B

Brände von Flüssigkeiten.
Beispiele: Öl, Benzin, Diesel, Alkohol
Löschmittel: Schaum, Pulver, Kohlendioxid

Brandklasse C
Brände von Gasen
Beispiele: Erdgas, Azetylen, Wasserstoff
Löschmittel: Pulver, Kohlendioxid

Brandklasse D
Brände von Metallen und Melallverbindungen.
Beispiele: Aluminium, Magnesium
Löschmittel: Metalllöschpulver und / oder trockener Sand
 
Brandklasse E
Diese Brandklasse wurde für Brände von elektrischen Anlagen bis 1000 Volt vorgesehen. Nach Einführung der Norm EN2 wurde diese aber gestrichen, weil diese Brände mit jeden normgerechten Feuerlöscher gelöscht werden können. Voraussetzung dafür ist, das der angegebene Sicherheitsabstand eingehalten wird.

Brandklasse F
Diese Brandklasse wurde neu eingeführt und beinhaltet alle Brände von Fetten auf mineralischer und synthetischer Basis.

CSA
Chemikalienschutzanzüge werden bei Gefahrstoffeinsätzen angewendet. Diese Spezialanzüge sind vollkommen Umweltunabhängig bewahren die Einsatzkräfte vor gesundheitlichen Schädigungen. Zur Sauerstoffversorgung ist dieser Anzug stets mit einem Druckluftatemgerät zu kombinieren.

D:

Dienstgrade

Bei Feuewehren werden, Länderabhängig, Dienstgrade vergeben. Die Vergabe der Dienstgrade richtet sich nach Dienstalter, Ausbildungsstand und Dienstverwendung.

DL/ DLK
ist die Abkürzung für eine Drehleiter. Dieses Fahrzeug gehört zu einem Löschzug. Die Zahl hinter den Buchstaben gibt die Länge der Leiter an. z.B.: DLK23-12 bedeutet das die Leiter bei einer Ausladung von 12m immer noch eine Rettungshöhe von 23 m erreichen kann. Dabei können sich immer noch zwei Personen im Korb befinden.
In der FW Glauchau ist eine DL30 auf Fahrgestell W50 im Einsatz. Diese Drehleiter besitzt keinen Korb. Die 30 gibt dabei die maximale Steighöhe an.

E:

Einsatzfahrzeuge
sind Fahrzeuge mit Sonderstatus, welche nicht an die Vorgaben von Kraftfahrzeuggesetz und Straßenverkehrsordnung gebunden sind.
Es kann sich um normale LKW´s und PKW´s,  oder aber auch speziell für die jeweilige Organisation ausgerüstete Fahrzeuge handeln.

ELW
Einsatzleitwagen dienen der Einsatzleitung als Organisationszentrum vor Ort. Diese Fahrzeuge sind für organisatorische und leitungsspezifische Aufgaben ausgerüstet.
Meist sind diese Fahrzeuge PKW´s und Kleinlastwagen/ Kleinbusse. Selten sind es LKW´s.

F:

Feuer
ist eine Art der Verbrennung bei der Wärme und Licht erzeugt wird. Ein Feuer ist stets eine kontrollierte Verbrennung (z.B. Lagerfeuer) Eine unkontrollierte Verbrennung wird als Brand bezeichnet (z.B. Wohnungsbrand)

Fehlalarm
bezeichnet eine falsche Alarmierung von Einsatzkräften. Oft werden Fehlalarme durch defekte Brandmeldeanlagen ausgelöst.
Aber auch mutwilliges, falsches Alarmieren per Telefon oder Brandmelder kommt immer wieder vor. Dieser Missbrauch des Notrufes steht in Deutschland unter Strafe und kann erhebliche Bußgelder nach sich ziehen.

G:

Gruppe - Taktische Einheit
besteht bei der Feuerwehr aus mehreren Trupps. Jeder Trupp besteht aus mindestens zwei Einsatzkräften.
Eine Gruppe besteht aus Gruppenführer, Angriffstrupp, Wassertrupp, Schlauchtrupp, Maschinist und Melder.

H:

Hydrant
dient zur Wasserentnahme aus dem öffentlichen Wasserleitungsnetz und gehört zur zentralen Löschwasserversorgung der Gemeinden. Es gibt Überflurhydrant welche offensichtlich, meist am Straßenrand sichtbar sind. Unterflurhydranten sind durch ovale Deckel auf Straßen oder Plätzen erkennbar.

Hebekissen
sind aus Gummimatten gefertigte, luftdicht abschliessende Kissen, welche mit Druckluft aufgeblasen werden. Sie dienen zur hebung von Geräten, Fahrzeugen usw. Durch die  flache Bauweise können sie zum Beispiel unter ein umgekipptes  Fahrzeug geschoben werden um  eingeklemmte Personen zu befreien. Diese Kissen gibt es in verschiedenen Gewichtsklassen und Größen. Sie sind für Niederdruck und Hochdruck erhältlich.

I / J :

Jugendfeuerwehr
die JF ist ein Bestandteil der Feuerwehren. Sie dient dazu Kinder und Jugendliche im Brandschutz auszubilden und an den Dienst in den Feuerwehren heranzuführen.  In der Glauchauer Feuerwehr kann jedes Kind zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr Mitglied der JF werden.

K:


Knoten und Leinenverbindungen
dienen in erster Linie zur Eigensicherung oder zum Sichern und Abseilen von Geräten und Personen.  Die 5 meistverwendeten  Knotenarten:  Kreuzknoten, Mastwurf, Zimmermannsschlag, Halbschlag, Schotenstich(Rettungsknoten)

Kleinlöschgeräte
sind Löschgeräte zum bekämpfen von Klein- und Entstehungsbränden. Zu ihnen gehören z.B. Feuerlöscher, Kübelspritze, Löscheimer und Löschdecke.

L:

Löschfahrzeuge LF16
richtig auch Löschgruppenfahrzeug genannt, ist ein Einsatzfahrzeug mit genormter Beladung. Es besitzt einen Wassertank mit mindestens 800 Litern. Dieses Fahrzeug ist bei den meisten Feuerwehren das Standartfahrzeug. Weiterhin gehören auch Ausrüstungsgegenstände zur technischen Hilfeleistung dazu(z.B. Rettungsschere, Spreitzer, Hebekissen, Kettensäge usw.)

Löscheinsatz
ist nach der Feuerwehrdienstvorschrift jeder Feuerwehreinsatz, bei dem mindestens ein Strahlrohr vorgenommen wird.

M / N:

Maschinist
ist zum Führen der Einsatzfahrzeuge berechtigt, zum Bedienen der Agregate ausgebildet und unterstützt die Trupps bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten im Einsatz und in der Ausbildung.

Menschenrettung
ist die vorrangigste Aufgabe aller staatlichen und privaten Rettungs- und Sicherheitsorgane.

Notruf
ist die sofortige Herbeiholung von Rettungskräften nach dem Eintreten eines Notfalls. Damit die Leitstelle die richtigen Kräfte mobilisiert und keine zeitverzögerung eintritt sind folgende Angaben wichtig:

- Wer ruft an? (evt.Rückrufmöglichkeit)
- Wo geschah es?
- Was geschah?
- Wieviel Personen sind betroffen?
- Welche Art der Erkrankung oder Verletzung liegt vor?
- Warten auf Rückfragen!

Notruf der Polizei:                                  110
Notruf der Feuerwehr/ Rettungsdienst:      112

O:

Ölspur
Als Ölspur bezeichnet man ausgelaufene Betriebsmittel (meist Diesel oder Motor/Getriebeöl) welche sich meist durch defekte Fahrzeuge auf Straßen ausbreite. Diese Ölspuren sind eine Gefahr für den Straßenverkehr. Besonders Zweiradfahrer sind durch solche ausgelaufenen Betriebsmittel stark gefährdet.
Durch spezielle Bindemittel wird das Öl aufgenommen und ordnungsgemäß entsorgt.
In manchen Landkreisen übernimmt die Reinigung und Entsorgung eine Private Entsorgungsfirma.


P / Q:

Pressluftatmer
sind umluftunabhängige Atemgeräte. Sie Arbeiten mit einem Überdruck und verhindern dadurch das Rauchgase in die Atemluft kommt.
Die Hauptkomponenten eines solchen Gerätes sind das gepolsterte Tragegestell, Druckluftflasche (Stahl oder Kohlefaserverstärkter Kunststoff), Schutzmaske.


Pflichtfeuerwehr
Sollte es in einer Gemeinde nicht möglich sein eine Freiwillige Feuerwehr aufzustellen, so ist nach dem Brandschutzgesetz eine Pflichtfeuerwehr aufzustellen. Dazu werden geeignete, fähige Personen zum Feuerwehrdienst verpflichtet und ausgebildet.

R:

RW
Ein Rüstwagen ist ein Fahrzeug welches mit Ausrüstungsgegenständen für die Technische Hilfeleistung ausgestattet ist.
Schweisgerät, Winkelschleifer, Notstromagregat und Beleuchtungsausrüstung gehören ebenso dazu wie Kettensäge , Seilwinden und Hebekissen.

Rauchgasdurchzündung
auch Flashover genannt, ist eine plötzliche, explosionsartige Durchzündung von angesammelten Rauchgasen. Dieses geschieht durch plötzliche Zufuhr von sauerstoffreicher Frischluft in einen, ansonsten abgeschlossenen Brandraum.

Rauchmelder
sind Geräte mit denen entstehende Brände frühzeitig erkannt werden. Es gibt Rauchmelder die im Alarmfall einen schrillen Pfeiffton abgeben. Andere sind in Brandmeldeanlagen integriert und liefern die Daten an die Brandmeldezentrale (BMZ) welche dann die Leitstelle der feuerwehr alarmiert.

S:

Strahlrohr
ist eine, zur Wasserabgabe bestimmte, Wasserführende Armatur. Auf Grund der vielfältigen Einsatzgebiete gibt es mehrere Arten von Strahlrohren (z.B. Hohlstrahlrohr, Mehrzweckstrahlrohr )

Schaummittel
wird mit einem Zumischer ins Löschwasser gegeben um Löschschaum zu erzeugen. Zum Löschangriff unter Verwendung von Löschschaum werden an Stelle von Strahlrohren Schaumrohre eingesetzt. Diese haben am Wasser/Schaummittelgemischaustritt sehr feine Düsen. Dadurch wird dem Gemisch Luft zugeführt und es entsteht der Löschschaum. Es gibt Schwer- und Mittelschaumrohre mit denen kann,  je nach Einsatz, Schaum mit unteschiedlichen Eigenschaften erzeugt werden.

T:

TLF
Tanklöschfahrzeug für den Einsatz bei Bränden. Meist für Besatzung mit einer Staffel ausgelegt. Die Staffel besteht aus Angriffstrupp, Wassertrupp, Gruppenführer und Maschinist. Tanklöschfahrzeuge sind fast immer nur für Brandeinsätze ausgerüstet. Eine Technische Hilfeleistung ist mit diesen Fahrzeugen in der Regel nicht realisierbar.

THL
unter Technischer Hilfeleistung zählt man  zum Beispiel Einsätze wie Verkehrsunfälle, ausgelaufene Betriebsmittel, umgestürzte Bäume und Lichtmasten, eingeklemmte Personen. Hin und wieder muss die Feuerwehr auch Personen aus steckengebliebenen  Fahrstühlen  befreien.

Trupp
ist eine taktische Einheit in der Feuerwehr. Ein Trupp besteht mindestens aus zwei Personen. Aus Sicherheitsgründen darf im Einsatz immer nur truppweise vorgegangen werden.

U:

Unfall
ist ein, durch technisches oder menschliches Versagen, plötzlich auftretendes Ereignis, meist mit schwerwiegenden negativen Auswirkungen für alle Beteiligten.

UN - Nummer
ist eine Stoffnummer die von Experten der vereinten Nationen für gefährliche Stoffe festgelegt wurden. Diese vierstellige Zahl ist auf einer orangenen Tafel aufgebracht und an vielen Gefahrgutfahrzeugen anzutreffen.
Bei einem eventuellem Unfall mit einem solchen Fahrzeug kann die Einsatzleitung feststellen um was für Stoffe es sich handelt und entsprechende Maßnahmen einleiten.


V / W:

Verteiler
zählt zu den Wasserführenden Armaturen und dient zur Verteilung des Löschwassers. Der Standartverteiler hat einen B-Eingang, einen B-Ausgang und zwei C- Ausgänge. Der B-Ausgang kann mit einem Übergangsstück auf C reduziert werden und somit drei  C-Strahlrohre  angeschlossen werden.

X /  Y / Z:

Zündtemperatur
wird die Temperatur bezeichnet, bei der eine Flüssigkeit, eine Gas oder ein fester Stoff theoretisch ohne Einwirken einer Zündquelle entzündet.


 






















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